
Glossar
EDELSTAHL |
Legierung aus Eisen, Chrom und Kohlenstoff mit Zugabe anderer Elemente wie Nickel, Molybdän, usw.. Der Chromgehalt muss über12% liegen. |
DEHNUNG |
Prozentuale Dehnung des Materials bezogen auf eine festgelegte Ausgangsmessung. |
BRUCHDEHNUNG |
Dauerhafte Verformung, ermittelt aus der Messung einer Bezugsfläche auf dem Prüfling nach dem Bruch und angegeben als Prozentwert der Ausgangslänge der Bezugsfläche. |
AUSTENITE |
Feste Lösung von Eisenkarbid γ mit würfelförmiger Struktur und zentralen Seiten. |
BA (BRIGHT ANNEALING) ODER BLANKGLÜHEN |
Glühen oder Lösungsglühen in kontrollierter Atmosphäre aus reinem Wasserstoff oder Ammoniakspaltgas. Durch diese Behandlung erhält man einen Werkstoff in enthärtetem Zustand und mit einer besonders brillanten Oberfläche. |
BRUCHLAST (RM) UND ZUGFESTIGKEIT |
Ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen der maximalen, bei der Probe gemessenen Last und dem Anfangsbereich vom beständigen Abschnitt vom Prüfling. |
ABWEICHGRENZE VON DER PROPORTIONALITÄT (RPO,2) ODER ELASTIZITÄTSGRENZE |
Einheitslast, der eine nicht proportionale Dehnung in Höhe einer vorgegebenen Prozentuale (0,2%) der Ausgangslänge vom Dehnungsmesser (La) entspricht. |
FLIESSGRENZE |
Wert der Nennlast, bei der sich bei weiterer Dehnung vom Prüfling die Last als Punkt darstellt, da sich die Steigung der Prüfkurve ändert. |
INTERKRISTALLINE KORROSION |
Tritt auf bedingt durch die Verarmung des Cr-Gehalts an den Kornkanten durch Bildung von Cr-Karbid in bestimmten Bereichen mit Werten < 12% (Untergrenze, unterhalb der der Stahl seine Eigenschaft als rostfreier Werkstoff verliert).Unter diesen Bedingungen bilden sich kathodische Bereiche (innerhalb der Kornkristalle) und anodische Bereiche (chromarme Bereiche an den Kornkanten).</p> |
ERMÜDUNGSKORROSION |
Punktförmige Korrosion bedingt durch die Einwirkung einer zyklischen Belastung über einen bestimmten Zeitraum hinweg und mit relativ großer Häufigkeit. Bei Fehlen von Belastungen weisen Stähle eine genau festgelegte Ermüdungsgrenze auf (maximale zyklische Belastung über einen bestimmten Zeitraum). An aggressiven Standorten reduziert sich die Ermüdungsgrenze deutlich. |
SPANNUNGSKORROSION |
Punktförmige Korrosion. Bei Einwirkung von statischen oder dynamischen Belastungen weist der Korrosionsprozess eigene Eigenschaften auf, die sich von den Eigenschaften bei fehlender Belastung unterscheiden. Dieses Phänomen ist sehr bedenklich, da es in der Tiefe und in eng begrenzten Bereichen vom Werkstoff auftritt und durch eine sehr hohe Durchdringungsgeschwindigkeit gekennzeichnet ist (ca. 1-2 mm/h). Die Spannungskorrosion ist vor allem deshalb gefährlich, weil sie ohne Vorwarnung auftritt. Sie wird in dem Augenblick unterbrochen, in dem die Belastung nachlässt, oder dann, wenn das Voranschreiten der Spannungskorrosion im Werkstoff zu einer Freisetzung der angesammelten Spannungen führt. Im Allgemeinen ist der Werkstoff dauerhaft geschädigt, wenn der Riss sichtbar wird, da dies mit tief gehenden Rissen (meist verzweigt und quer zur Körnung verlaufend) verbunden ist. |
CHEMISCHE BEIZUNG |
Entfernung der oberflächlichen Oxydschicht auf einem Metall durch chemische Substanzen. |
NENNDURCHMESSER |
Der Nenndurchmesser gibt die Größe vom Außendurchmesser des Rohrs an. |
KORNGRÖSSE |
Größe der Körnung in einem festen Metall. |
HÄRTE |
Oberflächenbeständigkeit des Werkstoffs bei Einwirken einer bestimmten punktförmigen Kraft. |
EDDY CURRENT (WIRBELSTROMSENSOREN) |
Methode zur Ermittlung verborgener Mängel, die auf der Änderung von Induktionsströmen beruht, welche an den geprüften Werkstoff angelegt werden. |
FERRIT |
Feste Lösung aus Eisenkarbid a (mit würfelförmiger Struktur mit zentriertem Körper). |
PASSIVSCHICHT |
Edelstähle verfügen über die Fähigkeit, die Oberfläche selbst zu schützen und wieder herzustellen. Die transparente Passivschicht oder Schutzschicht bildet sich schnell nach, wenn sie beschädigt wird. Voraussetzung ist, dass ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht. |
STAHLART |
Die Edelstähle werden je nach chemischer Zusammensetzung in Ferritstähle, Austenitstähle und Martenitstähle unterschieden. |
INTERNES WALZEN DER SCHWEISSRAUPE |
Mechanische Verringerung der Höhe der internen Schweißraupe durch Kaltwalzen. |
OVALITÄT |
Abweichung zwischen dem maximalen und minimalen Durchmesser vom Rohr. |
PASSIVIERUNG |
Natürliche Eigenschaft vom Edelstahl, die gelegentlich durch einen chemischen Prozess auf der Basis von Salpetersäure beschleunigt wird. Die chemische Passivierung unterscheidet sich von der chemischen Dekapierung. |
RECHTWINKLIGKEIT VOM SCHNITT |
Abweichungswinkel vom Schnitt von den Enden bezogen auf den rechten 90° Winkel. |
MECHANISCHE EIGENSCHAFTEN |
Messung der Reaktion des Metalls auf eine angewendete Kraft oder Last. Die mechanischen Eigenschaften, die in der Regel angegeben werden, sind Bruchfestigkeit, Dehnung, Fließgrenze und Härte. |
GERADHEIT VOM ROHR |
Längsabweichung bezogen auf den laufenden Meter. |
BRUCH |
Maximal zulässige Beständigkeitslast eines Werkstoffs. |
RAUHEIT |
Grad der Unregelmäßigkeit einer Metalloberfläche nach der Bearbeitung, gemessen in Mikron. |
SCHWEISSUNG |
Verbindung der beiden Bandkanten, die beim Rundformen zusammengeführt worden sind. |
WIG- UND PLASMASCHWEIßEN |
Verbindung der beiden Kanten vom vorgeformten Band in Aragon-Atmosphäre über einen Lichtbogen, der sich zwischen den Wolframelektroden und dem Ausgangsmaterial bildet, in diesem Fall den Bandkanten. Der Lichtbogen führt dazu, dass ein begrenzter Abschnitt der Kanten schmilzt und es durch eine reduzierte Durchdringung zur Verbindung der Kanten kommt. |
LASERSCHWEIßEN |
Verbindung der beiden Kanten vom vorgeformten Band über einen Laser, der einen minimale Materialmenge an beiden Kanten zum Schmelzen bringt, sodass es durch eine reduzierte Durchdringung zur Verbindung der Kanten kommt. |
HF-SCHWEI0EN |
Verbindung der beiden Kanten vom vorgeformten Band über einen Generator für Hochfrequenz-Wechselstrom (HF), der über eine Spule einen starken Strom erzeugt. Unter Einwirkung des Stroms schmelzen die Bandkanten. Die angeschmolzenen Bandkanten werden dann zusammengepresst, wodurch die Verbindung entsteht. |
ABGRATEN |
Arbeitsschritt, der in der Regel mit einem Werkzeug ausgeführt wird und die Schneidekante an den Rohrenden entfernt. |
WÄRMEAUSTAUSCHER |
Besteht aus einem Rohrbündel, das in einem Gehäuse installiert ist und die Aufgabe hat, Temperaturen zwischen Flüssigkeiten, Gasen oder Dämpfen zu übertragen. |
FLIESSGRENZE |
Umkehrgrenzpunkt der Elastizität vom Werkstoff. |
| LÖSUNGSGLÜHEN | Wird in einem Ofen zur Wärmebehandlung in Schutzatmosphäre mit Edelgasen durchgeführt. |
ZERSTÖRENDE PRÜFUNG |
Prüfverfahren, bei dem ein Prüfling aus der Produktion entnommen und geprüft wird, um eventuelle Mängel zu ermitteln, wobei der Prüfling zerstört wird. |
ZERSTÖRUNSFREIE PRÜFUNG |
Prüfverfahren zur Ermittlung mehr oder weniger verborgener Mängel, das mit entsprechenden Präzisionsinstrumenten durchgeführt wird und nicht zur Zerstörung vom Prüfling führt. |
WÄRMEBEHANDLUNG |
Behandlung vom Edelstahl bei hohen Temperaturen (1040 °C bis 1100 °C), um die mechanischen und physikalischen Eigenschaften vom Material zu verbessern. |
THERMISCH VERÄNDERTER BEREICH |
Bereich zwischen Schweißbereich und Ausgangsmaterial, das von den Strukturänderungen betroffen ist. |
